/
Aktueller Beitrag
/

Zugang zu Infor­ma­tion ist erst der Anfang

Eine junge Frau mit gelber Mütze, sitzt am Schreibtisch vor einem Laptop und macht sich Notizen in ein Notizbuch.

Infor­ma­tionen sind heute nahezu überall und jeder­zeit verfügbar. Eine Suchan­frage genügt und inner­halb weniger Sekunden stehen unzäh­lige Texte, Daten, Studien und Meinungen bereit. Doch bedeutet diese Verfüg­bar­keit automa­tisch, dass Wissen für alle zugäng­lich ist? Der Inter­na­tio­nale Tag des allge­meinen Infor­ma­ti­ons­zu­gangs am 28. September lenkt den Blick genau auf diese Frage. Die UNESCO macht mit dem Aktionstag auf die Bedeu­tung des Zugangs zu Infor­ma­tionen aufmerksam. Denn dieser kann Menschen dazu befähigen, infor­mierte Entschei­dungen zu treffen, Innova­tion zu fördern und gesell­schaft­liche Teilhabe zu ermög­li­chen.

Für uns als univer­si­täre Weiter­bil­dung steckt darin ein Gedanke, der unseren Bildungs­auf­trag unmit­telbar berührt: Wissen sollte Menschen errei­chen, unabhängig davon, an welchem Punkt ihres Berufs- oder Bildungs­weges sie gerade stehen.

Doch Zugang allein genügt nicht. Entschei­dend ist auch, was Menschen mit den verfüg­baren Infor­ma­tionen anfangen können.

Von Infor­ma­tion zu Wissen

Noch nie standen so viele Infor­ma­tionen so schnell zur Verfü­gung wie heute. Gleich­zeitig wird es immer anspruchs­voller, in dieser Infor­ma­ti­ons­fülle Orien­tie­rung zu finden.

Woher stammt eine Infor­ma­tion? Ist die Quelle verläss­lich? Wie lassen sich unter­schied­liche Aussagen einordnen? Und wie können wissen­schaft­liche Erkennt­nisse auf konkrete Frage­stel­lungen übertragen werden? Wissen­schaft­liche Weiter­bil­dung setzt genau an dieser Schnitt­stelle an. Sie macht Erkennt­nisse aus Wissen­schaft und Forschung für Menschen zugäng­lich, die sich mit neuen fachli­chen Anfor­de­rungen ausein­an­der­setzen, bestehendes Wissen vertiefen oder aktuelle Entwick­lungen fundiert einordnen möchten.

Dabei geht es nicht allein um die Vermitt­lung von Infor­ma­tionen. Wissen­schaft­liche Bildung schafft die Grund­lage dafür, Zusam­men­hänge zu verstehen, Quellen kritisch zu betrachten und Erkennt­nisse auf neue Situa­tionen zu übertragen.

Aus Infor­ma­tion kann so Orien­tie­rung entstehen.

Wissen­schaft­li­ches Wissen über Lebens­phasen hinweg zugäng­lich machen

Bildung endet nicht mit einem ersten Studi­en­ab­schluss. Berufs­bilder verän­dern sich, Techno­lo­gien entwi­ckeln sich weiter und neue recht­liche oder gesell­schaft­liche Frage­stel­lungen entstehen.

Unser Anspruch als univer­si­täre Weiter­bil­dung ist es deshalb, wissen­schaft­li­ches Wissen auch über unter­schied­liche Berufs- und Lebens­phasen hinweg zugäng­lich zu machen. Dazu gehört für uns die Verbin­dung zweier Perspek­tiven: wissen­schaft­liche Fundie­rung und beruf­liche Anwend­bar­keit. Erkennt­nisse aus Forschung sollen nicht inner­halb der Hochschule verbleiben, sondern dort ankommen, wo Menschen mit aktuellen Heraus­for­de­rungen umgehen, Entschei­dungen treffen und Verant­wor­tung übernehmen.

Als Teil der FernUni­ver­sität in Hagen können wir dabei auf einem Bildungs­ge­danken aufbauen, der Zugang seit jeher in den Mittel­punkt stellt: Das Fernstu­dium ermög­licht akade­mi­sche Bildung unabhängig von einem klassi­schen Präsenz­stu­dium und schafft damit Freiräume für unter­schied­liche Lebens­si­tua­tionen. Wissen­schaft­liche Weiter­bil­dung führt diesen Gedanken weiter. Sie eröffnet Menschen, die bereits mitten im Berufs­leben stehen, die Möglich­keit, erneut auf univer­si­täres Wissen zuzugreifen, vorhan­dene Kennt­nisse zu vertiefen und neue Kompe­tenzen zu entwi­ckeln. Wissen­schaft­liche Weiter­bil­dung und Fernuni­ver­sität folgen damit einem gemein­samen Grund­ge­danken: Bildung zugäng­lich zu gestalten.

Zugang zu Wissen hat viele Ebenen

Dieser gemein­same Anspruch zeigt sich an der FernUni­ver­sität auf unter­schied­li­chen Ebenen.

Eine davon ist der freie Zugang zu wissen­schaft­li­chen Erkennt­nissen. Mit deposit_hagen stellt die Univer­si­täts­bi­blio­thek einen Publi­ka­ti­ons­server zur Verfü­gung, über den Mitglieder und Angehö­rige der FernUni­ver­sität wissen­schaft­liche Publi­ka­tionen im Open Access veröf­fent­li­chen können. Die Dokumente werden der weltweiten Fachöf­fent­lich­keit kosten­frei und ohne Zugangs­be­schrän­kungen online zugäng­lich gemacht. Gleich­zeitig trägt der Publi­ka­ti­ons­server dazu bei, die Auffind­bar­keit und Sicht­bar­keit wissen­schaft­li­cher Veröf­fent­li­chungen zu erhöhen. Damit wird ein wichtiger Teil wissen­schaft­li­chen Wissens nicht nur produ­ziert, sondern auch über die Univer­sität hinaus zugäng­lich und auffindbar gemacht.

Eine weitere Ebene ist Barrie­re­frei­heit. Denn Zugang bedeutet nicht für alle Menschen dasselbe. Unter­schied­liche Voraus­set­zungen können darüber entscheiden, ob Infor­ma­tionen, Lehran­ge­bote oder digitale Anwen­dungen tatsäch­lich genutzt werden können.

Die FernUni­ver­sität betrachtet Barrie­re­frei­heit deshalb umfas­send: im Studium, in der Lehre und bei der Gestal­tung digitaler Inhalte. Infor­ma­tionen zu Nachteils­aus­glei­chen und Hilfen im Studi­en­alltag gehören ebenso dazu wie die barrie­re­freie Gestal­tung von Webseiten, Dokumenten und Anwen­dungen. Digitale Barrie­re­frei­heit soll dabei einen gleich­be­rech­tigten Zugang zu Infor­ma­tionen und Services ermög­li­chen. Klare Naviga­tion, gut lesbare Texte, Alter­na­tiv­texte für Abbil­dungen oder Unter­titel für Videos sind Beispiele dafür, wie digitale Inhalte verständ­li­cher und besser nutzbar werden können. Gerade für eine Univer­sität, deren Bildungs­mo­dell wesent­lich auf ortsun­ab­hän­gigem und digital unter­stütztem Lernen beruht, ist diese Form von Zugäng­lich­keit von beson­derer Bedeu­tung.

Fernstu­dium, wissen­schaft­liche Weiter­bil­dung, Open Access und Barrie­re­frei­heit betrachten Zugang aus unter­schied­li­chen Perspek­tiven, folgen aber derselben grund­le­genden Idee: Wissen und Bildung sollten nicht an vermeid­baren Barrieren schei­tern.

Zugäng­lich bedeutet auch verständ­lich

Doch selbst eine frei verfüg­bare und technisch erreich­bare Infor­ma­tion erfüllt ihren Zweck erst dann vollständig, wenn Menschen sie verstehen und einordnen können.

Gerade darin sehen wir eine zentrale Aufgabe wissen­schaft­li­cher Weiter­bil­dung. Wir möchten wissen­schaft­liche Erkennt­nisse nicht ledig­lich weiter­geben. Weiter­bil­dung soll Räume schaffen, in denen Wissen vertieft, hinter­fragt, disku­tiert und auf konkrete Frage­stel­lungen übertragen werden kann. Menschen bringen dabei ihre beruf­li­chen Erfah­rungen mit wissen­schaft­li­chen Perspek­tiven zusammen und entwi­ckeln ihr Wissen auf dieser Grund­lage weiter. Diese Verbin­dung gewinnt dort beson­ders an Bedeu­tung, wo Entwick­lungen schnell voran­schreiten. Neue Techno­lo­gien, recht­liche Verän­de­rungen oder gesell­schaft­liche Heraus­for­de­rungen erzeugen konti­nu­ier­lich neue Infor­ma­tionen und neue Anfor­de­rungen. Umso wichtiger wird die Fähig­keit, diese nicht nur aufzu­nehmen, sondern fundiert einzu­ordnen.

So verstehen wir Zugang zu Wissen nicht als Einbahn­straße von der Univer­sität in die beruf­liche Praxis. Vielmehr treffen wissen­schaft­liche Erkennt­nisse und beruf­liche Erfah­rungen aufein­ander und eröffnen neue Perspek­tiven für beide Seiten.

Infor­ma­tion zugäng­lich machen. Wissen nutzbar machen.

Der Inter­na­tio­nale Tag des allge­meinen Infor­ma­ti­ons­zu­gangs erinnert daran, wie grund­le­gend der Zugang zu Infor­ma­tionen ist. Für uns geht dieser Gedanke noch einen Schritt weiter.

Als univer­si­täre Weiter­bil­dung sind wir Teil einer FernUni­ver­sität, deren Bildungs­mo­dell seit jeher davon geprägt ist, Zugänge zu akade­mi­scher Bildung zu eröffnen. Diesen Gedanken führen wir für Menschen weiter, die sich während ihres Berufs­le­bens wissen­schaft­lich weiter­ent­wi­ckeln möchten. Gleich­zeitig sind wir einge­bettet in Struk­turen, die Zugang auf weiteren Ebenen ermög­li­chen: durch Fernstu­dium und digitale Lehre, durch Open Access und durch den Anspruch, Barrieren in Studium, Lehre und digitalen Angeboten abzubauen. Darin liegt für uns die beson­dere Verbin­dung von Fernuni­ver­sität und wissen­schaft­li­cher Weiter­bil­dung: Wissen zugäng­lich zu machen und Menschen die Möglich­keit zu geben, es für ihre persön­liche und beruf­liche Entwick­lung zu nutzen.

Denn in einer Welt, in der Infor­ma­tionen nahezu unbegrenzt verfügbar sind, reicht es nicht, sie ledig­lich bereit­zu­stellen. Infor­ma­tion muss auffindbar sein. Wissen muss zugäng­lich sein. Und Bildung kann dazu beitragen, beides einzu­ordnen und nutzbar zu machen.

Quellen und weiter­füh­rende Infor­ma­tionen

UNESCO: Inter­na­tional Day for Universal Access to Infor­ma­tion. Infor­ma­tionen zum Inter­na­tio­nalen Tag des allge­meinen Infor­ma­ti­ons­zu­gangs am 28. September und zur Bedeu­tung des Infor­ma­ti­ons­zu­gangs für infor­mierte Entschei­dungen, Innova­tion, Inklu­sion und gesell­schaft­li­chen Fortschritt.

FernUni­ver­sität in Hagen – Univer­si­täts­bi­blio­thek: deposit_hagen. Infor­ma­tionen zum Publi­ka­ti­ons­server der FernUni­ver­sität, zur Veröf­fent­li­chung wissen­schaft­li­cher Publi­ka­tionen im Open Access sowie zur kosten­freien und zugangs­be­schrän­kungs­freien Bereit­stel­lung wissen­schaft­li­cher Dokumente.

FernUni­ver­sität in Hagen: Barrie­re­frei­heit an der FernUni. Infor­ma­tionen zu Barrie­re­frei­heit im Studium, in der Lehre und bei der Gestal­tung digitaler Inhalte sowie zur Bedeu­tung digitaler Barrie­re­frei­heit für einen gleich­be­rech­tigten Zugang zu Infor­ma­tionen und Services.

Weiterlernen, wenn es für Sie passt – entdecken Sie unsere Angebote mit flexibler Anmeldung.