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Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk mit Herrn Schulz

Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk mit Herrn Schulz

„Ich wollte verstehen, wie die Dinge funktio­nieren.“

Als Philipp Schulz im Sommer­se­mester 2022 den weiter­bil­denden Master­stu­di­en­gang Wirtschafts- und Arbeits­recht aufnahm, hatte er keinen klassi­schen juris­ti­schen Werde­gang. Der heute 32-jährige Verkehrs­in­ge­nieur arbei­tete damals in der Straßen­bau­ver­wal­tung des Landes Baden-Württem­berg. Inzwi­schen berät er als Projekt­leiter bei der PD – Beratung der öffent­li­chen Hand GmbH öffent­liche Auftrag­geber zu Mobili­täts- und Organi­sa­ti­ons­themen. Der Studi­en­gang beglei­tete ihn dabei sogar über einen Arbeit­ge­ber­wechsel hinweg – und entwi­ckelte sich zu einer Weiter­bil­dung, die seinen beruf­li­chen Blick nachhaltig verän­dert hat.

Mehr als juris­ti­sches Fachwissen

Die Entschei­dung für den Master entstand aus zwei Beweg­gründen. Einer­seits wollte Herr Schulz die Zeit nach seinem Erststu­dium sinnvoll für eine akade­mi­sche Weiter­bil­dung nutzen. Anderer­seits begeg­neten ihm bereits im Berufs­alltag regel­mäßig recht­liche Frage­stel­lungen – etwa im Vergabe- und öffent­li­chen Dienst­recht. Das Inter­esse daran brachte er bereits aus seinem Erststu­dium mit. „Ich hatte noch Kapazi­täten und generelles Inter­esse am Thema“, beschreibt er rückbli­ckend seine Motiva­tion. Ausschlag­ge­bend sei außerdem gewesen, dass sich die Studi­en­in­halte gut mit seinem damaligen Tätig­keits­feld verbinden ließen und das flexible Studi­en­format eine berufs­be­glei­tende Weiter­bil­dung ermög­lichte.

Neue Perspek­tiven im Arbeits­recht

Obwohl er im Berufs­alltag nur wenige Berüh­rungs­punkte mit dem kollek­tiven Arbeits­recht hatte, entwi­ckelte sich dieses Rechts­ge­biet während des Studiums zu seinem persön­li­chen Favoriten. Beson­ders das Modul Leading Cases sowie die Wahlmo­dule zum Arbeits- und Arbeits­kampf­recht blieben ihm in Erinne­rung. „Ich fand es einfach spannend, weil es den Horizont noch mal erwei­tert hat.“ Das Inter­esse reichte schließ­lich so weit, dass er auch seine Master­ar­beit einem aktuellen arbeits­recht­li­chen Thema widmete: den Auswir­kungen der EuGH-Entschei­dung zur Arbeits­zeit­er­fas­sung.

alt="Professionelles Porträt einer Person mit kurzen hellbraunen Haaren, die ein dunkles Sakko über einem weißen Hemd trägt. Die Person blickt mit neutralem Gesichtsausdruck direkt in die Kamera. Der Hintergrund ist hell und unscharf."
Juris­ti­sches Wissen in der Praxis

Im Berufs­alltag profi­tiert er heute vor allem davon, recht­liche Frage­stel­lungen schneller einordnen zu können. Als Berater begleitet er Projekte mit unter­schied­lichsten Themen und muss häufig komplexe Sachver­halte bewerten. „Ich verstehe Dinge schneller und kann im Projekt­kon­text konkre­tere Rückfragen stellen.“ Gerade diese erste Einord­nung sei in der Beratung beson­ders wertvoll. Das Studium helfe ihm dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, Verga­be­ver­fahren besser zu verstehen und bei Organi­sa­tions- oder Perso­nal­themen die relevanten recht­li­chen Aspekte im Blick zu behalten. Wo vertiefte juris­ti­sche Exper­tise erfor­der­lich sei, könne diese anschlie­ßend gezielt einge­bunden werden.

Zwischen Beruf und Studium

Den Master absol­vierte Philipp Schulz vollständig berufs­be­glei­tend. Parallel zum Studium wechselte er in eine neue beruf­liche Position mit deutlich anderen Arbeits­struk­turen und hoher Projekt­be­las­tung. Insbe­son­dere das erste Jahr empfand er deshalb als heraus­for­dernd. Prüfungs­vor­be­rei­tungen verlegte er teilweise in seinen Urlaub, für die Master­ar­beit nahm er zusätz­lich unbezahlte Freistel­lung in Anspruch. Gleich­zeitig erwies sich gerade die Flexi­bi­lität des Studi­en­mo­dells als großer Vorteil. Einzelne Module konnten zeitlich angepasst werden, wenn beruf­liche Belas­tungs­spitzen dies erfor­der­lich machten.

Die finan­zi­elle Unter­stüt­zung seines derzei­tigen Arbeit­ge­bers war für Herr Schulz zudem eine spürbare Entlas­tung. Die organi­sa­to­ri­sche Abwick­lung der Kosten­über­nahme durch das Institut für wissen­schaft­liche Weiter­bil­dung erlebte er dabei als beson­ders unkom­pli­ziert: „Das habe ich nicht erwartet, dass da so viel konstruk­tiver Service an den Tag gelegt wird.“

Studieren im Fernstu­dium

Auch die Mento­riate und Lehrver­an­stal­tungen bewertet er positiv. Beson­ders die kleinen Lerngruppen und der direkte Austausch mit den Lehrenden seien für ihn ein großer Mehrwert gewesen. Gleich­zeitig betont er, dass auch das bereit­ge­stellte Studi­en­ma­te­rial sehr gut auf das Selbst­stu­dium vorbe­reitet habe.

Trotzdem macht er deutlich, dass ein berufs­be­glei­tendes Fernstu­dium nicht für jede Person gleicher­maßen geeignet ist. Entschei­dend sei weniger der fachliche Hinter­grund als die Bereit­schaft, das eigene Lernen selbst zu organi­sieren. Gerade die große Flexi­bi­lität des Studi­en­gangs erfor­dere ein hohes Maß an Selbst­or­ga­ni­sa­tion, biete dafür aber auch die Möglich­keit, das Studium an die indivi­du­ellen Lebens- und Arbeits­be­din­gungen anzupassen. Sein Rat an Studi­en­in­ter­es­sierte lautet deshalb: „Sucht euch das Angebot raus, was zu eurem Lerntyp passt – und dann kann man mit diesem Format ziemlich glück­lich werden.“

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Einschreibung Wintersemester 2026/27 bis 15.09. verlängert