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Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk mit Herr Kuhn

„Illustration von zwei Personen, die in Sesseln sitzen und sich unterhalten; eine Person hält ein Dokument, während sie sich gegenseitig anschauen. Die Szene ist in Blau- und Lilatönen gestaltet.“

„Für mich war dieses Studium eine große Berei­che­rung“

Als Frank Kuhn heute auf sein abgeschlos­senes Studium zurück­blickt, ist er vor allem eines: zufrieden. Nicht, weil er damit einen Karrie­re­schritt verbunden hätte oder einen neuen Titel anstrebte. Vielmehr suchte er nach einer Möglich­keit, juris­ti­sche Frage­stel­lungen, die ihn seit vielen Jahren im Berufs­alltag begleiten, syste­ma­tisch zu durch­dringen. Mit dem weiter­bil­denden Master­stu­di­en­gang Wirtschafts- und Arbeits­recht an der FernUni­ver­sität in Hagen fand er genau das passende Angebot.

Frank Kuhn lebt mit seiner Familie in Sigma­ringen in Baden-Württem­berg und arbeitet bei den Südwürt­tem­ber­gi­schen Zentren für Psych­ia­trie (ZfP). Dort ist er Mitglied der Geschäfts­lei­tung und verant­wortet den Zentral­be­reich Personal, Qualität und Organi­sa­tion. In seiner beruf­li­chen Laufbahn war er immer wieder mit juris­ti­schen Themen konfron­tiert – von arbeits- und tarif­recht­li­chen Frage­stel­lungen über Gesell­schafts­recht bis hin zu Daten­schutz, Compli­ance und Gesund­heits­recht. Sein Wissen habe dabei häufig auf prakti­scher Erfah­rung basiert. Mit zuneh­mender Verant­wor­tung entstand jedoch der Wunsch, sich fachlich breiter und fundierter aufzu­stellen. „Ich wollte meine Kennt­nisse vertiefen, aber auch meine Arbeits­me­thoden verbes­sern und struk­tu­rieren“, beschreibt Herr Kuhn seine Motiva­tion für das Weiter­bil­dungs­stu­dium Wirtschafts- und Arbeits­recht.

Nach vielen Berufs­jahren wieder Student

Ausschlag­ge­bend für die Wahl des Studi­en­gangs war für ihn die Möglich­keit, sich auf akade­mi­schem Niveau mit einem breiten Spektrum juris­ti­scher Themen ausein­an­der­zu­setzen. Beson­ders reizvoll fand er die struk­tu­rierte und univer­si­täre Vermitt­lung der Inhalte. Als sich zu Beginn des Studiums seine beruf­li­chen Zustän­dig­keiten verän­derten, ergab sich zudem die Gelegen­heit, nach vielen Jahren im Berufs­leben noch einmal intensiv und syste­ma­tisch zu lernen. Die Studi­en­or­ga­ni­sa­tion erlebte Herr Kuhn als gut struk­tu­riert. Beson­ders hebt er die Qualität der Studi­en­briefe hervor, die aus seiner Sicht hervor­ra­gend für das Selbst­stu­dium geeignet seien. Auch die digitalen Angebote der FernUni­ver­sität hinter­ließen einen bleibenden Eindruck. Vor allem die umfang­rei­chen Zugriffs­mög­lich­keiten auf wissen­schaft­liche Literatur und Daten­banken sowie die Fernleihe nutzte er intensiv. „Die virtu­ellen Zugriffs­mög­lich­keiten auf die Univer­si­täts­bi­blio­thek sind großartig – das vermisse ich jetzt schon“, sagt er rückbli­ckend.

Eine steile Lernkurve für Nicht-Juristen

Viele juris­ti­sche Frage­stel­lungen beglei­teten ihn bereits seit Jahren im Berufs­alltag. Das Studium bot nun die Möglich­keit, die dahin­ter­lie­genden Rechts­ge­biete fundiert kennen­zu­lernen und sich zugleich mit den Methoden rechts­wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens vertraut zu machen. Dafür arbei­tete er sich Schritt für Schritt in unter­schied­liche Rechts­ge­biete ein und erlernte neue Arbeits­weisen und Methoden. Der Umgang mit Geset­zes­texten, juris­ti­schen Daten­banken und Fachli­te­ratur gehörte ebenso dazu wie Zitier­weisen, der Gutach­ten­stil und andere Beson­der­heiten rechts­wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens. Beson­ders für Nicht-Juristen sei dies eine anspruchs­volle Aufgabe. „Für mich als Nicht-Juristen war die Lernkurve in jedem der Module sehr steil.“ Trotz des hohen Anspruchs blickt er positiv auf diese Erfah­rung zurück. Die inten­sive Beschäf­ti­gung mit juris­ti­schen Frage­stel­lungen habe seinen Blick auf viele Themen geschärft. Beson­ders inter­es­sant war für ihn das Arbeits­recht, das eng mit seiner Verant­wor­tung für rund 6.000 Beschäf­tigte verknüpft ist. Insge­samt habe jedoch jedes Modul neue Perspek­tiven für ihn eröffnet und einen fundierten Zugang zum jewei­ligen Rechts­ge­biet vermit­telt.

alt= Porträt eines älteren Mannes mit kurzen grauen Haaren, grauem Bart und runder Brille. Er trägt ein dunkelblaues Hemd und blickt mit leichtem Lächeln direkt in die Kamera. Die Aufnahme entstand im Freien; im unscharfen Hintergrund sind Bäume, Rasenflächen und ein Weg bei Tageslicht zu sehen.
Selbst­dis­zi­plin als Schlüssel zum Erfolg

Neben den fachli­chen Anfor­de­rungen stellte vor allem der zeitliche Aufwand eine Heraus­for­de­rung dar. Zu Beginn unter­schätzte er den zeitli­chen Umfang des Studiums. Im Studi­en­alltag bot das Fernstu­dium zwar viel Flexi­bi­lität, vor Prüfungen und Abgabe­ter­minen stieg der Aufwand jedoch spürbar an. „Eine große Heraus­for­de­rung ist die Selbst­dis­zi­plin beim Lernen“, berichtet er. Beson­ders Hausar­beiten und Klausur­vor­be­rei­tungen hätten viel Zeit in Anspruch genommen. Die Master­ar­beit sei schließ­lich eine Ausnah­me­si­tua­tion gewesen, die zahlreiche Abende, Wochen­enden und Urlaubs­tage beansprucht habe. 

Von Vorteil war dabei, dass er ein Thema bearbeiten konnte, das unmit­telbar an seine beruf­liche Praxis anknüpfte. Seine Master­ar­beit mit dem Titel „Die Rekom­mu­na­li­sie­rung von Plankran­ken­häu­sern im Insol­venz­ver­fahren“ behan­delte Frage­stel­lungen, die ihm bereits aus einem vergleich­baren Projekt bekannt waren.

Wissen mit direktem Nutzen

Karrie­re­schritte oder beruf­liche Verän­de­rungen waren für ihn nie das eigent­liche Ziel des Studiums. Entschei­dend war vielmehr die Möglich­keit, juris­ti­sche Frage­stel­lungen fundierter zu verstehen und einzu­ordnen. „In meinem Berufs­alltag finde ich vielfäl­tige Anwen­dungs­mög­lich­keiten für die Studi­en­in­halte und ich profi­tiere fachlich-inhalt­lich sehr von den zurück­lie­genden Semes­tern.“ Auch über den Berufs­alltag hinaus wirkt das Studium nach: Sein Inter­esse an recht­li­chen Themen ist weiter­ge­wachsen, sodass er heute regel­mäßig rechts­wis­sen­schaft­liche Podcasts hört und entspre­chende Beiträge in den Medien verfolgt.

Eine große persön­liche Berei­che­rung

Trotz aller Heraus­for­de­rungen zieht Herr Kuhn ein positives Fazit. „Für mich war dieses Studium eine große Berei­che­rung“, sagt er. Empfehlen würde er die Weiter­bil­dung insbe­son­dere Menschen, die bereit sind, selbst­ständig zu arbeiten, Eigen­in­itia­tive mitbringen und sich über einen längeren Zeitraum hinweg motivieren können. Mit dem erfolg­rei­chen Abschluss endet für ihn zwar das Studium, die Freude am Lernen jedoch nicht. Die Möglich­keit, Wissen auf akade­mi­schem Niveau zu vertiefen, betrachtet er auch rückbli­ckend als beson­deres Privileg.

Wer sich selbst ein Bild vom weiter­bil­denden Master­stu­di­en­gang Wirtschafts- und Arbeits­recht machen möchte, hat dazu am 8. Juli Gelegen­heit. Bei einer Online-Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung stellen die Betreu­enden der FernUni­ver­sität in Hagen den Studi­en­gang vor, infor­mieren über Inhalte, Ablauf und Zulas­sungs­vor­aus­set­zungen und beant­worten indivi­du­elle Fragen.

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