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Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk mit Frau Krengel

„Illustration von zwei Personen, die in Sesseln sitzen und sich unterhalten; eine Person hält ein Dokument, während sie sich gegenseitig anschauen. Die Szene ist in Blau- und Lilatönen gestaltet.“

 „Weg vom Bewirken – hin zum Ermög­li­chen“

Als Strate­gie­ex­pertin und Beraterin im Kontext der Digita­li­sie­rung bewegt sich Kerstin Krengel täglich in einer analy­ti­schen und dynami­schen Arbeits­welt. Gleich­zeitig prägen kreative Inter­essen wie Hunde­trai­ning, Zeichnen und Malerei ihren Blick auf Entwick­lung und Verän­de­rung. Die Weiter­bil­dung Syste­mi­sches Coaching bot ihr die Möglich­keit, diese unter­schied­li­chen Perspek­tiven mitein­ander zu verbinden und ihre Rolle als Beglei­terin bewusster zu gestalten.

Von der Analyse zur syste­mi­schen Haltung

Die syste­mi­sche Welt war Kerstin Krengel bereits vor Beginn der Weiter­bil­dung vertraut. Nach einer einjäh­rigen Ausbil­dung in syste­mi­schen Aufstel­lungen entschied sie sich für die Weiter­bil­dung Syste­mi­sches Coaching, um ihre Kennt­nisse zu vertiefen und ihre Haltung weiter­zu­ent­wi­ckeln. „Mich hat von Anfang an die syste­mi­sche Haltung faszi­niert“, beschreibt sie ihre Motiva­tion. Beson­ders reizvoll war für sie der Perspek­tiv­wechsel: „Mein eigent­li­cher Antrieb war der bewusste Wechsel der Perspek­tive: weg vom klassi­schen ‚Bewirken‘ und Machen, hin zum ‚Ermög­li­chen.“ Sie wollte lernen, wie Räume entstehen können, in denen Entwick­lung aus eigener Kraft möglich wird. Mit der Weiter­bil­dung verband Frau Krengel das Ziel, ihr Funda­ment im Coaching auszu­bauen und ihre analy­ti­sche Arbeits­weise mit einer syste­mi­schen Haltung zu verbinden. „Mir ging es darum, meine analy­ti­sche Seite im Beruf mit dieser inneren syste­mi­schen Ruhe und Präsenz zu verbinden.“

Innere Dynamiken verstehen und Entwick­lung ermög­li­chen

Während der Weiter­bil­dung beschäf­tigte sie sich intensiv mit den Dynamiken mensch­li­cher Systeme. Beson­ders nachhaltig wirkte die Arbeit mit dem Inneren System und dem Inneren Team. „Zu verstehen, wie die verschie­denen inneren Anteile eines Menschen mitein­ander agieren, wie man diese Dynamiken moderiert und dadurch innere Klarheit schafft, hat mich zutiefst faszi­niert.“  Eine wichtige Rolle spielte für Frau Krengel dabei auch die persön­liche Refle­xion. Die Weiter­bil­dung bot ihr die Möglich­keit, eigene Verhal­tens­muster genauer zu betrachten und innere Hinder­nisse bewusster wahrzu­nehmen. „Ich habe gelernt, einen sehr ehrli­chen Blick auf meine eigenen Verhal­tens­muster zu werfen und persön­liche, innere Hinder­nisse zu erkennen, die ich früher unbewusst umschifft habe.“ Gleich­zeitig entwi­ckelte sich während der Ausbil­dung eine weitere Perspek­tive. Durch eine Fortbil­dung im Ausdrucks­malen entstand für sie eine neue Verbin­dung zwischen kreativen und syste­mi­schen Ansätzen. „Es ist für mich bis heute faszi­nie­rend zu erleben, wie sich dieser kreative, bildhafte Zugang im Inneren mit der syste­mi­schen Theorie des Coachings und dem Gedanken des Ermög­li­chens verbindet.“

alt= "Person mit Brille und dunklem Blazer in einem hellen Bürogebäude vor einer Fensterfront. Blickt mit neutralem Gesichtsausdruck in die Kamera."
Foto: Kerstin Krengel
Klarheit, Kompe­tenz und Konse­quenz im Alltag

Heute profi­tiert sie sowohl beruf­lich als auch persön­lich von den erwor­benen Kompe­tenzen. Die Weiter­bil­dung habe ihr geholfen, die eigene Rolle klarer zu definieren und Entwick­lung weniger steuern zu wollen. „Ich stehe heute viel klarer in meiner Rolle und verspüre weniger den Drang, Lösungen erzwingen zu wollen.“ Zu ihrem Arbeits­alltag gehören inzwi­schen zahlreiche Methoden aus der Weiter­bil­dung. Beson­ders wichtig sind für sie aktives Zuhören, syste­mi­sche Frage­tech­niken, Kreati­vi­täts­tech­niken und regel­mä­ßige Refle­xion. „Das aktive Zuhören ist für mich dabei weit mehr als eine Methode – es ist mein zentrales Werkzeug.“ Als Orien­tie­rung dienen ihr dabei drei zentrale Werte: „Klarheit, Kompe­tenz und Konse­quenz“. 

Sie helfen ihr, den Raum des Ermög­li­chens bewusst zu gestalten und andere Menschen in ihrer Entwick­lung zu begleiten.

Coaching in einer komplexen Welt

Mit Blick auf die Zukunft sieht sie großes Poten­zial für syste­mi­sche Ansätze. „Coaching wird heute oft noch sehr ergebnis- und kopflastig verstanden.“ Gleich­zeitig beobachtet Frau Krengel ein wachsendes Bedürfnis nach einer Haltung, die neben analy­ti­schem Denken auch Intui­tion, innere Prozesse und syste­mi­sches Spüren berück­sich­tigt. Gerade in einer zuneh­mend komplexen Welt hält sie die Fähig­keit, unter­schied­liche Perspek­tiven mitein­ander zu verbinden, für beson­ders wertvoll. „In einer Welt, die immer komplexer wird, ist die Fähig­keit, Räume des Ermög­li­chens zu schaffen und die analy­ti­sche mit der kreativen Welt zu verbinden, eine der wichtigsten Kompe­tenzen überhaupt.“

Ihre wichtigsten Erkennt­nisse aus der Weiter­bil­dung fasst sie in drei Gedanken zusammen: „Echte Lösungen entstehen, wenn man aufhört zu bewirken und anfängt zu ermög­li­chen.“ Darüber hinaus habe sie erfahren, wie viel Klarheit das Verständnis des Inneren Systems schaffen könne und dass die Verbin­dung von Logik und Kreati­vität kein Wider­spruch sei, sondern unter­schied­liche Kompe­tenzen erst richtig zur Wirkung bringe. Ihr Rat an zukünf­tige Teilneh­mende lautet: „Bleibt neugierig auf das, was links und rechts des Weges­randes liegt. Es könnte auch ganz anders sein.“

Inter­es­sierte, die sich ebenfalls mit syste­mi­scher Haltung, Coaching-Kompe­tenzen und der profes­sio­nellen Beglei­tung von Verän­de­rungs­pro­zessen beschäf­tigen möchten, finden weitere Infor­ma­tionen zur Weiter­bil­dung Syste­mi­sches Coaching auf der Website. Wer die Weiter­bil­dung näher kennen­lernen möchte, ist herzlich zu den Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tungen am 1. Oktober und 26. November einge­laden. Der nächste Durch­gang startet im Mai 2027.

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