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Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk mit Frau Dr. Hofmann

Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk mit Frau Dr. Hofmann

„Das Daten­schutz­recht hat mich nicht losge­lassen“

Eigent­lich hatte Dr. Linda Hofmann ihren beruf­li­chen Weg bereits klar vor Augen. Nach dem Jurastu­dium promo­vierte sie, anschlie­ßend sollte das Referen­da­riat folgen. Dazwi­schen führte sie ihr Weg zunächst in ein Unter­nehmen – und dort begeg­nete sie einem Rechts­ge­biet, das sie bis heute begleitet. „Das Daten­schutz­recht hat mich nicht losge­lassen“, sagt sie rückbli­ckend. Aus einem beruf­li­chen Schwer­punkt wurde eine echte Leiden­schaft. Selbst während des Referen­da­riats, als sie Einblicke in unter­schied­lichste Rechts­ge­biete gewann, blieb der Wunsch bestehen, sich wissen­schaft­lich noch einmal intensiv mit dem Daten­schutz­recht ausein­an­der­zu­setzen.

Als sie auf den neu einge­führten weiter­bil­denden Master­stu­di­en­gang Daten­schutz­recht der FernUni­ver­sität in Hagen aufmerksam wurde, fühlte sich das für sie „wie ein Wink des Schick­sals“ an. „Andere Leute haben Hobbys. Für mich ist das einfach so wie ein Hobby, etwas Neues zu lernen“, erzählt sie lachend. Der Master bot ihr genau die Möglich­keit, wieder in das Fachge­biet einzu­tau­chen, das sie faszi­nierte.

Studieren im eigenen Rhythmus

Zuvor hatte sie verschie­dene LL.M.-Programme mitein­ander vergli­chen. Inhalt­lich seien viele Angebote inter­es­sant gewesen, wirklich überzeugt habe sie jedoch keines. Oft standen längere Präsenz­phasen oder weite Anfahrts­wege einer Bewer­bung im Weg. Der Master­stu­di­en­gang der FernUni­ver­sität passte dagegen sowohl fachlich als auch organi­sa­to­risch zu ihrer Lebens­si­tua­tion. Beson­ders schätzte sie die Möglich­keit, ortsun­ab­hängig zu studieren und Prüfungen von zuhause aus abzulegen. Die Aufre­gung vor einer Klausur bleibe zwar dieselbe, doch die vertraute Umgebung habe ihr viel zusätz­liche Anspan­nung genommen. „Man hat dieses ganze Drumherum einfach nicht.“ Dadurch habe sie sich vollständig auf die eigent­liche Prüfungs­leis­tung konzen­trieren können.

Mindes­tens genauso wichtig wie die Flexi­bi­lität war für sie jedoch die inhalt­liche Ausrich­tung des Studi­en­gangs. Während viele Fortbil­dungen im Daten­schutz­recht einen inter­na­tio­nalen Schwer­punkt setzen, überzeugte sie hier vor allem die wissen­schaft­liche Vertie­fung des deutschen Daten­schutz­rechts und seiner europäi­schen Bezüge. Genau diese Verbin­dung hatte sie lange gesucht.

alt= „Porträt einer lächelnden Person mit langen blonden Haaren in einem weißen Poloshirt vor einer hellen Wand.“
Foto: Dr. Linda Hofmann
Lernen mit System

Mit Hochschul­lehre war Dr. Hofmann bereits bestens vertraut. Während ihrer Promo­tion hielt sie selbst Lehrver­an­stal­tungen, entwi­ckelte Prüfungen und betreute Studie­rende. Entspre­chend hoch waren ihre Erwar­tungen an den Studi­en­gang. Umso positiver fiel ihr Eindruck aus. Beson­ders die Studi­en­un­ter­lagen hätten ihr das Lernen erleich­tert. „Ich habe meine Unter­lagen – und wenn ich die kann, habe ich alles, was ich brauche.“ Anders als aus früheren Studi­en­phasen gewohnt, habe sie nie das Gefühl gehabt, zusätz­liche Literatur recher­chieren zu müssen oder wichtige Inhalte zu übersehen. Diese Verläss­lich­keit habe ihr viel Sicher­heit gegeben und ihr ermög­licht, sich ganz auf die fachli­chen Inhalte zu konzen­trieren.

Auch die Lehrver­an­stal­tungen blieben ihr in beson­derer Erinne­rung. Weil die Studi­en­ma­te­ria­lien bereits eine fundierte Grund­lage boten, verstand sie die Vorle­sungen weniger als klassi­sche Prüfungs­vor­be­rei­tung, sondern vielmehr als Gelegen­heit zum fachli­chen Austausch. Viele der Lehrenden waren ihr aus wissen­schaft­li­chen Veröf­fent­li­chungen bereits bekannt. Ihnen nun persön­lich begegnen zu können, empfand sie als beson­deren Gewinn. „Man konnte sich die Vorle­sungen einfach anschauen und zuhören – fast wie einen Podcast“, beschreibt sie die Veran­stal­tungen. Statt ständig mitzu­schreiben, habe sie disku­tieren und unter­schied­liche Perspek­tiven kennen­lernen können. Gerade die kleinen Gruppen hätten dafür einen idealen Rahmen geschaffen.

Wenn Forschung auf Realität trifft

Wie aktuell die Studi­en­in­halte waren, zeigte sich für Dr. Hofmann beson­ders während ihrer Master­ar­beit. Gemeinsam mit ihrer Betreuung entschied sie sich für ein Thema rund um Daten­schutz, Deepf­akes und genera­tive Künst­liche Intel­li­genz – zu einem Zeitpunkt, als diese Frage­stel­lungen noch vergleichs­weise wenig öffent­liche Aufmerk­sam­keit erhielten. Als das Thema kurze Zeit später breite öffent­liche Aufmerk­sam­keit erhielt, fühlte sie sich in ihrer Themen­wahl bestä­tigt. „Da habe ich mich sehr gefreut, dass ich zu diesem Thema geforscht habe“, erinnert sie sich. Plötz­lich sei sie immer wieder auf ihre Master­ar­beit angespro­chen worden. Diese Erfah­rung habe ihr gezeigt, wie eng Wissen­schaft und gesell­schaft­liche Entwick­lungen mitein­ander verbunden sein können.

Heute ist sie überzeugt, dass Daten­schutz in den kommenden Jahren weiter an Bedeu­tung gewinnen wird. Künst­liche Intel­li­genz eröffne enorme Chancen, gleich­zeitig werde der verant­wor­tungs­volle Umgang mit perso­nen­be­zo­genen Daten immer wichtiger. „Daten­schutz ist einfach überall“, sagt sie. Ob Gesund­heits­daten, soziale Medien oder KI-Anwen­dungen – täglich treffen Menschen Entschei­dungen über ihre Daten, häufig ohne sich der Tragweite bewusst zu sein. Genau darin sieht sie eine der zentralen Aufgaben der Zukunft: Menschen nicht nur über Daten­schutz zu infor­mieren, sondern ein Bewusst­sein für den Wert ihrer Daten zu schaffen. Beson­ders erfül­lend seien für sie die Momente, in denen Menschen nach einem Vortrag oder Gespräch ihren eigenen Umgang mit perso­nen­be­zo­genen Daten neu hinter­fragen. „Wenn Menschen mit einer großen Erleuch­tung aus dem Raum gehen und ihr eigenes Verhalten überdenken, dann hat das einen echten Mehrwert“, beschreibt sie ihre Motiva­tion. Daten­schutz werde dann nicht mehr als gesetz­liche Pflicht wahrge­nommen, sondern als Thema, das den eigenen Alltag unmit­telbar betrifft.


Mehr als eine Quali­fi­ka­tion

Neben den fachli­chen Inhalten verbindet Dr. Hofmann mit dem Studium vor allem die Menschen, denen sie begegnet ist. Früh suchte sie den Austausch mit ihren Mitstu­die­renden und gründete gemeinsam mit anderen eine WhatsApp-Gruppe, in der fachliche Fragen ebenso ihren Platz hatten wie gegen­sei­tige Motiva­tion. Rückbli­ckend würde sie zukünf­tigen Teilneh­menden genau das empfehlen: Kontakte knüpfen, die Lehrver­an­stal­tungen nutzen und offen für den Austausch bleiben. Ein Fernstu­dium bedeute nicht, den gesamten Weg allein zu gehen.

Ihr persön­li­ches Fazit fällt entspre­chend eindeutig aus: „Ich kann es weiter­emp­fehlen und habe für mich persön­lich und auch fachlich sehr viel mitge­nommen.“ Für Dr. Hofmann war der Master­stu­di­en­gang Daten­schutz­recht weit mehr als eine zusätz­liche Quali­fi­ka­tion. Er hat sie in ihrer Spezia­li­sie­rung bestärkt, ihren Blick auf aktuelle Entwick­lungen geschärft und ihr einmal mehr gezeigt, warum sie sich vor einigen Jahren genau für dieses Rechts­ge­biet begeis­tert hat.

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Einschreibung Wintersemester 2026/27 bis 15.09. verlängert