/
Aktueller Beitrag
/

Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk Media­tion

Höher? Weiter? Bildung! – Der Alumni Talk Media­tion
Wieder­sehen in Hagen: Vier Absolvent:innen feiern ihren Master­ab­schluss

Eigent­lich findet der weiter­bil­dende Master­stu­di­en­gang Media­tion überwie­gend online statt. Umso außer­ge­wöhn­li­cher war der Anlass am 5. Juni auf dem Campus der FernUni­ver­sität in Hagen: Vier Absolvent:innen reisten eigens an, um ihre Master­ur­kunden persön­lich von Studi­en­gangs­ko­or­di­nator Dr. Fried­rich Dauner entge­gen­zu­nehmen.

Nach der feier­li­chen Übergabe nutzten die Alumni die Gelegen­heit, gemeinsam auf ihre Studi­en­zeit zurück­zu­bli­cken. Bei einem anschlie­ßenden Austausch in der Mensa wurden Erinne­rungen an Seminare, Praxis­übungen und Master­ar­beiten wach. Die Gespräche machten deutlich, wie unter­schied­lich die beruf­li­chen Hinter­gründe der Absolvent:innen sind – und welche Bedeu­tung das Studium für ihre persön­liche und beruf­liche Entwick­lung gewonnen hat.

Wissen­schaft­lich fundiert, praktisch wirksam

Der Master­stu­di­en­gang Media­tion verbindet wissen­schaft­liche Grund­lagen mit praxis­nahen Elementen. Die Teilneh­menden setzen sich intensiv mit Konflikt­dy­na­miken, Kommu­ni­ka­tion und Lösungs­pro­zessen ausein­ander und lernen, Konflikte profes­sio­nell und struk­tu­riert zu begleiten. Genau diese Verbin­dung von Theorie und Praxis wurde von den Alumni immer wieder hervor­ge­hoben. Für Sascha Oltmans, Polizei­voll­zugs­be­amter der Bundes­po­lizei und Polizei­fach­lehrer, liegt darin die beson­dere Stärke der Media­tion: „Ich empfinde es als sehr berei­chernd, Menschen in heraus­for­dernden Situa­tionen durch Media­tion unter­stützen zu können. Zugleich ist mir im Laufe des Studiums und beson­ders in realen Media­tionen bewusst geworden, wie wichtig ein fundierter theore­ti­scher und metho­di­scher Unterbau dafür ist.“ Für ihn entsteht die Wirksam­keit von Media­tion aus dem Zusam­men­spiel von syste­ma­ti­schem Vorgehen und media­tiver Haltung.

Auch Gaby Wienges-Haupt, Teamlei­terin der Berufs­be­ra­tung vor dem Erwerbs­leben, beschreibt die Verbin­dung von wissen­schaft­li­cher Fundie­rung und prakti­scher Anwen­dung als prägend für ihre Studi­en­zeit. Die erwor­benen Kennt­nisse helfen ihr heute dabei, Konflikte im beruf­li­chen Alltag frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu begleiten. „Mit dem erfolg­rei­chen Abschluss des Master­stu­di­en­gangs Media­tion an der FernUni­ver­sität in Hagen verbindet sich für mich nicht nur ein fachli­cher Meilen­stein, sondern auch eine gezielte Weiter­ent­wick­lung meiner Führungs­kom­pe­tenz und meines profes­sio­nellen Profils im Bereich Konflikt­lö­sung.“

V. l. n. r.: Anahita Wesely, Sascha Oltmanns, Fried­rich Dauner, Sairaja Soori­ya­ku­maran, Gaby Wienges-Haupt.
Mehr als ein akade­mi­scher Abschluss

Neben dem fachli­chen Wissen nahmen die Absol­vent vor allem persön­liche Erfah­rungen aus dem Studium mit. Anahita Wesely, Diplom-Rechts­pfle­gerin und haupt­amt­liche Dozentin an der Hochschule für Rechts­pflege Schwet­zingen, blickt beson­ders positiv auf ihre Studi­en­zeit zurück: „Dieser Master­stu­di­en­gang war die absolut richtige Entschei­dung. Ich habe so viel neues Wissen sammeln und mich persön­lich weiter­ent­wi­ckeln können.“ Beson­ders intensiv beschäf­tigte sie sich mit dem Themen­feld des Täter-Opfer-Ausgleichs, dem sie auch ihre Master­ar­beit widmete. Das vertiefte Eintau­chen in dieses Fachge­biet beschreibt sie als beson­ders berei­chernd. Gleich­zeitig entstanden trotz der überwie­gend digitalen Studi­en­form Kontakte zu Mitstu­die­renden, die bis heute bestehen.

Dass aus einem Fernstu­dium mehr entstehen kann als fachli­cher Austausch, zeigt auch eine Erinne­rung von Sascha Oltmans. Während einer prakti­schen Übung übernahm er gemeinsam mit einem Kommi­li­tonen erstmals die Rolle des Ko-Media­tors.

 

Obwohl beide sehr unter­schied­liche Ansätze in der Gesprächs­füh­rung verfolgten und zunächst befürch­teten, die Übung könne schei­tern, wurde ihre Zusam­men­ar­beit von den übrigen Teilneh­menden als stimmig und ergän­zend wahrge­nommen. Aus dieser gemein­samen Erfah­rung entwi­ckelte sich eine Freund­schaft, die bis heute über die Grenzen Deutsch­lands und Öster­reichs hinweg besteht.

Media­tion als Haltung

Für die beiden Führungs­kräfte unter den Absol­ven­tinnen wirkte das Studium weit über die reine Wissens­ver­mitt­lung hinaus. Sairaja Soori­ya­ku­maran, Fachbe­reichs­lei­terin in der Jugend­hilfe und freibe­ruf­liche Coach für Führungs­kräfte, beschreibt den Master­stu­di­en­gang als wichtigen Meilen­stein ihrer beruf­li­chen und persön­li­chen Entwick­lung. Als Führungs­kraft lernte sie, die media­tive Haltung nicht nur als Methode, sondern als grund­le­gende innere Haltung zu verstehen und in ihren Führungs­alltag zu integrieren. Die inten­sive Ausein­an­der­set­zung mit Kommu­ni­ka­tion, Konflikt­dy­na­miken und lösungs­ori­en­tierten Prozessen habe ihren Blick auf Zusam­men­ar­beit und Führung nachhaltig verän­dert. Beson­ders berei­chernd sei die Möglich­keit gewesen, wissen­schaft­liche Erkennt­nisse mit der eigenen beruf­li­chen Praxis zu verknüpfen. Auch die Master­ar­beiten der Absol­ven­tinnen spiegeln diesen Praxis­bezug wider. Während Sairaja Soori­ya­ku­maran den Einfluss einer media­tiven Führungs­hal­tung auf Mitar­bei­ter­zu­frie­den­heit und Organi­sa­ti­ons­ent­wick­lung unter­suchte, beschäf­tigte sich Gaby Wienges-Haupt mit den Poten­zialen von Media­tion als Instru­ment der Konflikt­lö­sung und Organi­sa­ti­ons­ent­wick­lung inner­halb der Bundes­agentur für Arbeit.

Ein Abschluss, der verbindet

Als die Gruppe schließ­lich ausein­an­der­geht, nehmen die vier Absolvent:innen mehr mit als ihre Urkunden. Die Gespräche des Nachmit­tags zeigten, wie unter­schied­lich die Erfah­rungen im Studium waren – und wie nachhaltig sie bis heute nachwirken. Das Wieder­sehen in Hagen machte deutlich, dass mit dem Studi­en­ab­schluss nicht zwangs­läufig auch die Verbin­dung zu den Mitstu­die­renden und zum Studi­en­gang endet.

Wer sich für Media­tion, Konflikt­ma­nage­ment und profes­sio­nelle Kommu­ni­ka­tion inter­es­siert, findet an der FernUni­ver­sität in Hagen verschie­dene wissen­schaft­lich fundierte Weiter­bil­dungs­an­ge­bote. Das Spektrum reicht vom berufs­be­glei­tenden Master Media­tion (M.M.), der fundierte theore­ti­sche Grund­lagen mit praxis­nahen Anwen­dungs­be­zügen verbindet, über das Studium Media­tion, das mit dem Abschluss Diploma of Advanced Studies (DAS) abschließt, bis hin zur Weiter­bil­dung Media­tion Kompakt für einen konzen­trierten Einstieg in das Themen­feld. Die Angebote richten sich an Fach- und Führungs­kräfte, die Konflikte konstruktiv gestalten und Verän­de­rungs-prozesse profes­sio­nell begleiten möchten. Für Media­tion Kompakt ist eine Anmel­dung zudem ganzjährig möglich.

V. h. n. v.: Sascha Oltmanns, Anahita Wesely, Gaby Wienges-Haupt, Sairaja Soori­ya­ku­maran.

Wintersemester 2026/27: Jetzt einschreiben und 10% sparen!