Der Internationale Tag der Jugend am 12. August rückt die Perspektiven, Anliegen und Zukunftsvorstellungen junger Menschen weltweit in den Mittelpunkt. Mit der JugendUni zeigt die FernUniversität in Hagen, wie junge Menschen vor Ort Wissenschaft entdecken, eigene Fragen verfolgen und gesellschaftliche Mitgestaltung erproben können.
Unterschiedliche Lebenswelten, gemeinsame Ziele
Der Internationale Tag der Jugend wird jährlich am 12. August begangen. Die Vereinten Nationen würdigen damit die Rolle junger Menschen bei der Gestaltung einer inklusiven, friedlichen und nachhaltigen Zukunft. 2026 steht der Aktionstag unter dem Motto „Different Contexts, Common Aspirations“ – unterschiedliche Lebenswelten, gemeinsame Ziele. Junge Menschen wachsen unter vielfältigen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen auf. Zugleich verbinden sie grundlegende Zukunftsvorstellungen: Sie wünschen sich Zugang zu guter Bildung, Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Beteiligung, faire berufliche Perspektiven und eine nachhaltige Zukunft. Bildung ist dabei mehr als die Vermittlung von Wissen. Sie kann jungen Menschen ermöglichen, Zusammenhänge zu verstehen, eigene Standpunkte zu entwickeln und sich aktiv an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen.
Der Internationale Tag der Jugend ist für uns deshalb Anlass, den Blick nach Hagen zu richten: Welche Räume finden junge Menschen hier vor, um Wissenschaft kennenzulernen, eigene Interessen zu verfolgen und neue Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln? Eine konkrete Antwort darauf gibt die JugendUni der FernUniversität in Hagen.
Wissenschaft für junge Menschen zugänglich machen
Die JugendUni richtet sich insbesondere an junge Menschen zwischen 14 und 22 Jahren sowie an Schulen und Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit. Ihr Ziel ist es, Zugänge zu wissenschaftlicher Bildung zu eröffnen, kritisches Denken zu fördern und junge Menschen zur aktiven Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Themen einzuladen.
Dafür bietet die JugendUni unterschiedliche Formate an. Dazu gehören unter anderem:
- Fach-AGs und Projekttage,
- Angebote zur Berufs- und Studienorientierung,
- Demokratie-Workshops,
- das Hagener Denklabor,
- Feriencamps,
- „FernUni trifft Schule“
- sowie das Junge Studium.
Die Angebote ermöglichen es Jugendlichen, Wissenschaft nicht nur als abstraktes Wissen kennenzulernen. Sie können eigene Fragen stellen, Themen praktisch erkunden und mit Menschen aus Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch kommen.
Dabei geht es auch darum, Neugier zu wecken, unterschiedliche Bildungswege sichtbar zu machen und jungen Menschen zu zeigen, dass ihre Perspektiven für wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskussionen relevant sind.
Wissenschaft wird praktisch
Wie vielfältig wissenschaftliche Bildung gestaltet werden kann, zeigten im Frühjahr 2026 auch das Klima- und das Jura-Camp der JugendUni.
Im Jura-Camp erhielten Jugendliche Einblicke in das deutsche Rechtssystem. Sie diskutierten Fragen von Recht und Gerechtigkeit und lernten bei einem Gerichtsbesuch kennen, wie juristische Verfahren in der Praxis ablaufen.
Foto: FernUniversität in Hagen; Prorektor Prof. Dr. Osman Isfen (li.) und Ulrike Schultz teilten ihre juristische Expertise mit den Jugendlichen.
Im Klima-Camp beschäftigten sich Jugendliche praktisch mit Fragen der Energiewende. Gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Handwerk bauten sie eine Photovoltaikanlage auf und begleiteten den Prozess vom Dachstuhl bis zur Inbetriebnahme.
Foto: FernUniversität in Hagen; Ganzheitlicher Blick beim Klima-Camp: Beim Thema Photovoltaik geht es nicht nur um Strom – auch das Dach selbst muss strengen baulichen und rechtlichen Maßgaben entsprechen
Solche Formate verbinden wissenschaftliche Inhalte mit eigenen Erfahrungen. Sie ermöglichen jungen Menschen, Themen auszuprobieren, Fragen zu stellen und mögliche Bildungs- und Berufswege kennenzulernen.
Die JugendUni schafft damit einen Ort, an dem Bildung, Orientierung und Beteiligung zusammengedacht werden.
Bildung begleitet Menschen durch unterschiedliche Lebensphasen
Die JugendUni ist ein Angebot der FernUniversität und richtet sich an eine andere Zielgruppe als der Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung. Dennoch verbindet beide ein gemeinsames Verständnis: Bildung ist nicht auf eine einzelne Lebensphase begrenzt.
Sie kann mit einer ersten Begegnung mit Wissenschaft beginnen, in ein Studium oder eine berufliche Ausbildung führen und sich später in einer berufsbegleitenden Weiterbildung fortsetzen.
Interessen, Lebenssituationen und Bildungsziele verändern sich. Die Möglichkeit, Neues zu entdecken, das eigene Wissen zu erweitern und Veränderungen aktiv mitzugestalten, bleibt jedoch in jeder Lebensphase bedeutsam.
Der Internationale Tag der Jugend erinnert daran, die Perspektiven junger Menschen ernst zu nehmen und ihnen Zugänge zu Bildung und Beteiligung zu eröffnen.
Mit der JugendUni zeigt die FernUniversität in Hagen, wie solche Möglichkeiten vor Ort entstehen können: als Einladung, Wissenschaft zu entdecken, eigene Ideen einzubringen und Zukunft mitzugestalten.


